57. Fuss Etappe: Poschiavo - San Romerio

Streckenlänge: 8.55 km
Reine Marschzeit: 3 h 45 min
Höhenunterschiede: +940 m - 160 m
Bewertung: T2
Teilnehmer: Emilia und Hansjörg Giger, separat: Rösli und Ernst Hofer, Margrit und Jörg Stäheli,
Routenverlauf:
Poschiavo (1'010 m) - Cologna (1'111 m)- La Crota( 1'120 m) - La Bosca (1'305 m) - Val da Prada (1'339 m) - Balegna (1'500 m) - Salina (1'560 m) - Plan da la Val (1'500 m) - Calcherin (1'787 m) - San Romerio (1'793 m)


Das Kleinod San Romerio
  1. Immer ist einem der Wettergott nicht hold. Auf dieser Etappe gibt es von Anfang bis zum Schluss nur das nasse Element. Dementsprechend haben wir auch nicht gross Lust zum fotografieren. Umso dankbarer sind wir, dass uns Gino Bongulielmi, von San Romerio, Fotos von schöneren Tagen zur Verfügung stellt.
  1. Der Aufstieg lohnt sich, trotz Regen, schlussendlich doch , denn San Romerio ist ein kleines Paradies auf einer Terasse hoch über dem Lago di Poschiavo.
  2. Seit 25 Jahren bewirten die Familie Gino Bongulielmi ein Rifugio mit 41 Schlafplätzen, Zimmer und 2 Schlafsäle, die immer wieder modernisiert wurden. Im Ristoro kann man typische Puschlaver Gerichte geniessen.
    Etwas ganz besonderes ist der Grappa San Romerio. Es ist ein Grappa in dem grüne San Romerio Zapfen eingelgt werden und der dann an der Sonne reift.
  3. Das Kirchlein von San Romerio ist schon uralt. Man vermutet
    dass das Schiff bereits aus dem 11. Jahrhundert stammt. Chor und Kirchturm wurden im 15. bis 16 Jahrhundert ergänzt. Angeblich soll, wer einmal vollständig rund um das ganze Kirchlein läuft, niemals mehr krank werden. Der Haken dabei ist aber, dass das gar nicht möglich ist, weil es direkt an einer senkrecht abfallenden Felsflanke liegt.
  4. Aehnlich wie im Muggiotal wurden auch im Puschlav Systeme entwickelt um die Lebensmittel zu kühlen. Es handelt sich um Trockensteiniglus und nennen sich Crôt. In San Romerio werden sie trotz Kühlschrank, besonders für Gemüse immer noch benützt.

Regen macht schön, aber auch nass. Leider erleben wir dadurch San Romerio nicht wie auf nachstehenden Bilder.

Die Berghütte und Ristoro der Familie Bongulielmi.
(Foto Gino Bongulielmi.)

Ein kleines Stück Paradis auf Erden, das ist San Romerio. (Foto Gino Bongulielmi.)

Die runden noch aktiven Crôt (Kühlhäuser) in San Romerio.