26. Fuss Etappe: Alpe Fraccia - Alpe Veglia

Streckenlänge: 11.5 km
Reine Marschzeit: 5 h 15 min
Höhenunterschiede: + 750 m - 270 m
Bewertung: T2
Teilnehmer: Emilia und Hansjörg Giger, Rösli und Ernst Hofer
Routenverlauf:
Alpe Fraccia (1'270 m) - Abzweigung (Pt. 1'240 m) - Oberhalb Cioina di Dentro (1'170 m) - Wegverzweigung T. Cairasca (Pt. 1'160 m) - Ponte Campo (1'319 m) - Case Percoi (1'504 m) - Capella del Groppallo ( 1'723 m) - Purteja (1'700 m) - Brücke (1'718 m) - Brücke Rio Frua (1'727 m) - Albergo Lepontio, Alpe Veglia
(1'753 m)

Im Naturparadis
  1. Etwas unglaublich Schönes sind die Naturpärke Alpe Veglia und Alpe Devero. Zur letzteren werden wir am nächsten Tag hinkommen. Diese Vielfalt an Pflanzen und Tiere gibt es sonst wahrscheinlich im ganzen Alpenraum nicht. So wurden bislang 320 verschiedene Pflanzensorten gefunden (davon 22% ganz seltene Arten). Ausserdem sind hier sämtliche Wildtiere, Vögel und Reptilien des Alpenraumes beheimatet (Bären ausge-schlossen). Für Mineralogen ist es, zusammen mit dem Binntal, das interessanteste Gebiet der ganzen Westalpen. Beim Monte Cervadone wurden insgesamt 127 verschiedene Mineralien gefunden, von denen einige weltweit einzigartig sind.
  1. Wir haben immenses Glück mit unserem Timing an diesem Tag. Zwar hat es unterwegs schon ein paar Regentropfen gegeben, dann aber kaum sind wir im Albergo Lepentino angekommen, gibt es ein heftiges Gewitter. Es dauert nur eine knappe Stunde, aber in dieser Zeit wären wir durch und durch nass geworden. Zudem schlugen Blitze nicht weit von uns entfernt ein. Tröstlich ist es, dass die Wetteraussichten für den kommenden Tag gut sind.
  2. "Nach em Räge, schient d'Sunne". Bei Gewittern ist das meistens so, auch diesmal. So haben wir Zeit, diese grossartige Gegend mal genauer anzuschauen. Die Alp Veglia ist ein grosses Bergbecken aus der Eiszeit und steht unter Natur-schutz. Es hat aber auch gut integrierte landwirtschaftliche Flächen.
    Auf unserem Rundgang begegnen wir einer Gruppe Jugend-licher die eine Survival-Ausbildung machen. Sie lernen, wie man mit einfachsten Mitteln eine Hütte baut, wie man eine Steinaxt konstruiert oder wie man ohne Streichhölzer ein Feuer entfacht usw.
  3. Ueber dem ganzen Becken dominiert der alles überragende Monte Leone. Es ist ein majestätischer, eindrucksvoller Gipfel und mit 3'553 m die höchste Erhebung in den Lepontinischen Alpen. Über den Gipfel verläuft die Grenze zwischen dem Kanton Wallis und der Provinz Verbano-Cusio-Ossola (Italien).


Auf einer Höhenterasse führt uns ein schöner Weg entlang dem Torrente Cairasca Richtung Nembro.

Das Albergo Lepontino, eine schon etwas ältere aber gemütliche Bleibe für diese Nacht.

Der hintere Teil der Alpe Veglia mit dem majestätischen Monte Leone.

Der Torrente Cairasca, wahrlich ein sehr wilder Bach (Torrente) mit allen Facetten.

Moore, Biotope, Flüsse und kleine Seelein prägen das Bild des Parkes.

Es gibt zwar ein paar wenige Bauten, jeweils am Rande des Parkes, aber die sind harmonisch in die Landschaft integriert.