32. Fuss Etappe: Ritrova Mondada - Camedo

Streckenlänge: 17 km
Reine Marschzeit: 7 h 15 min
Höhenunterschiede: + 891 m - 1'851 m
Bewertung: T3
Teilnehmer: Rösli und Ernst Hofer, Emilia und Hansjörg Giger
Routenverlauf:
Ritrova Mondada (1'450 m) - Spruga (1'113 m) - Tecc dal Böcc
(940 m) - Ueberquerung Isorno (905 m) - Casone (1'379 m) - (Pt. 1'710 m) - Alpe Ruscada ( 1'674 m) - Grenze (1'720 m) -Btta. di Cortaccio (1'660 m) - Alpe Rovina (1'520 m) - Abzweigung
(1'480 m) - Monte la Cavallina (1'504 m) - Alpe Cima (1'084 m) - Alpe Caviano (1'032 m) - Motto delle Formiche (960 - 700 m) - Ribellasca (560 m) - Camedo ( 549 m )


GPS auf Herz und Nieren getestet
  1. Heute verabschieden wir uns in Spruga von Margrit und Jörg Stäheli. Auf sie warten zu Hause leider eine Menge Ver-pflichungen.
  2. Wir nehmen die Gelegenheit wahr, um unseren Proviant wieder etwas zu ergänzen. Besonders Rösli braucht dringend noch etwas salziges und dazu sind Oliven wie geschaffen. Zur grossen Freude von Hansjörg, denn der darf jeweils auch daran teilhaben.
  1. Und jetzt beginnt ein abenteuerlicher Weg ins Centovalli. Es beginnt zwar ganz harmlos mit der Ueberquerung der Isorno und dem Aufstieg zur Alpe Ruscada. Dann entschliesst sich Hansjörg, entgegen der Planung, den kürzeren Weg mit weniger Auf- und Abstieg über die Btta di Cortaccio auf italienischer Seite zu nehmen. Was wir allerdings nicht wissen, die eingezeichneten Wege sind trotz aktueller Karte ziemlich schlecht und zum Teil gar nicht mehr vorhanden. Nach der Alpe Rovina muss eine Abzweigung kommen, die wir nicht verpassen dürfen, sonst müssten wir einen grossen Umweg in Kauf nehmen. Zugegeben, bei der Abzweigung hat es einen Drahtzaun. Dieser macht aber eher den Eindruck von einem Weidezaun für die Kühe dieser Alp und von "Weg gesperrt" ist nichts zu sehen. Also nehmen wir diesen Weg, wobei bald darauf der Name Weg ziemlich übertrieben ist. Er gleicht eher einem Wildwechsel. Jetzt nochmals auf Karte und GPS schauen, ob das wirklich richtig ist. Es muss aber stimmen, es gibt keine andere Möglichkeit. Verfaulte und umgestürzte Bäume nehmen immer mehr zu und schliesslich ist überhaupt kein Weg mehr erkennbar. Nun erweisst es sich, wie wertvoll das GPS ist, denn Orientierungsmöchlichkeiten haben wir keine mehr, dazu ist der Wald zu dicht. Nach einem längeren Abstieg müssten wir auf einen etwas breiteren Feldweg stossen und siehe da. Wir machen eine Punkt-Ziel Landung.
    Doch es ist noch nicht zu Ende. Nach der Alpe Caviano müssen wir die gleiche Uebung nochmals durchspielen. Aber auch jetzt können wir uns auf das GPS verlassen. Unmittelbar vor Camedo sind wir wieder in der Zivilisation.


Verabschiedung von Margrit und Jörg. Ein letztes Adieu winken.

Unglaublich, was man mit Teamwork alles zu leisten vermag. Dieser Waldameisenhausen ist nahezu 1 m hoch.

Karte mit GPS vergleichen. Sind wir richtig? Dieser Vorgang wiederholt sich, weiter unten im Wald, noch ein paarmal.

Wir nähern uns dem Ziel. Typisches Centovalli-Gelände. Tiefe Täler und steile Hänge mit viel Wald.

Jetzt aber geht es weiter, über die Isorno.

Hier wird es ein bisschen kritisch, aber wir haben schon grössere Hindernisse überwunden.

Das wäre eigentlich ein, auf der Karte eingezeichneter, Weg.



Trotz abenteuerlicher Route, viel Wald und wenig Orientierungs-möglichkeiten. Wir haben Camedo gefunden, dank GPS.