70. Fuss Etappe: Jamtal Hütte - Bielerhöhe

Streckenlänge: 9.2 km
Reine Marschzeit: 4 h 45 min
Höhenunterschiede: +780 m - 900 m
Bewertung: T4+
Teilnehmer: Rösli und Ernst Hofer, Margrit und Jörg Stäheli Emilia und Hansjörg Giger
Routenverlauf:
Jamtalhütte (2'165 m) - Brücke Jambach (2'104 m) - (Pt. 2'577 m) - Schlüsselstelle (2'640 m) - Gestschnerscharte (3'029 m) - Mad-lener Ferner - Wegkreuzung "Weisser Bach"/Wiesbadnerhütte (2'580 m) - Silvretta Stausee ( 2'035 m) - Bielerhöhe (2'036 m)


Ueber die Getschner Scharte
  1. Die Getschner Scharte ist einer unserer happigeren Ueber-gänge. Vor allem die Steilheit, das lose Gestein und Geröll machen zu schaffen. Kommt noch hinzu, dass sich ziemlich viele Berggänger auf dem Weg befinden. Etliche haben wenig Erfahrung und zum Teil mangelhafte Ausrüstung. Unsere Taktik, jeweils an sicheren Orten zu warten bis ein Abschnitt "menschenfrei" ist, bewährt sich bestens und trotzdem sind wir in einer vernünftigen Zeit oben.
  1. Oben angekommen, sehen wir bereits in der Ferne unser Tagesziel, die Bielerhöhe mit dem Silvrettastausee. Der Stausee hat eine Fläche von 1.31 km2 und wurde während der Kriegszeit zwischen 1938 - 1943 gebaut. Beim Bau in dieser NS Zeit wurden viele Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter ein-gesetzt.
  2. Die hintere Seite der Scharte hat zwar im obersten Teil auch noch ca. 40° aber dann wird es schnell weniger steil und der leicht aufgeweichte Firnschnee verhilft uns zu einem zügigem Abstieg.
  3. Ca. 3/4 Std. nach unserer Ankunft auf der Bielerhöhe trifft auch eine Familie, Vater u. Mutter ca. 45 Jahre, Tochter ca. 16 Jahre, ein. Sie haben in den letzten 2 Tagen dieselbe Route wie wir ge-nommen und wir haben uns in den Hütten näher kennen ge-lernt. Nicht ohne Stolz erfahren wir, dass wir für sie immer wieder Vorbild und Motivation gewesen seien. Jedesmal, wenn sie ans Aufgeben gedacht hätten, sei unser Anblick oberhalb von ihnen und die Tatsache, dass wir ja viel älter seien, für sie Antrieb gewesen.

Der Start zur heutigen Etappe beginnt zuerst einmal mit einem Abstieg zum Jambach.

Diese flache Terasse gibt uns Zeit für eine Rast. Dabei geniessen wir den tollem Ausblick auf die Dreiländerspitze und die beiden Jamtalspitzen.

An der Schlüsselstelle, darnach liegen noch einige Höhenmeter, Schutthalden und viele Schneepassagen vor uns.

Juhui, das Gröbste ist überstanden.


Dafür geht es auf der anderen Talseite dann umso steiler bergauf.

Ein interessanter Aufstieg, der nichts zu wünschen übrig lässt.




Und wieder einmal haben wir es geschafft. Wir stehen auf der Getschnerscharte.

Der blaugrüne Flecken in der Ferne ist unser Tagesziel, der Silvrettastausee.