39. Fuss Etappe: Cabbio - Arogno

Streckenlänge: 20.5 km
Reine Marschzeit: 7 h 30 min
Höhenunterschiede: + 1'327 m - 1'511 m
Bewertung: T3
Teilnehmer: Rösli und Ernst Hofer, Emilia und Hansjörg Giger
Routenverlauf:
Cabbio (650 m) - Muggio (990 m) - San Giovanni (658 m) - Alpe di Germania (900 m) - Dosso Piatto (880 m) - Muggiasca (951 m) - Cna d'Armirone (1'150 m) - Bellavista (1'221 m) - Sta. Monte Generoso (1'601 m) - Monte Generoso (1'701 m) - Alpe di Pescio (1'480 m) - Piancaccia (1'600 m) - Cima Crocetta (1'360 m) - Pianca (908 m) - Arogno (586 m)


Ueber den Monte Generoso.
  1. Zuerst müssen wir ein Loblied auf Marisa Viviani-Chinotti singen. Sie ist die Besitzerin von B&B Viviani-Chinotti in Cabbio. Tagsüber arbeitet sie im Service in Chiasso. In Cabbio hat sie sukzessive mit ihrem Einkommen eine kleine Pension aufge-baut. Rein äusserlich wirkt diese eher bescheiden, aber sobald man das Eingangstor überschritten hat, gibt es eine riesige Ueberraschung. Das Innere gleicht einem Kunsthaus. Jedes Zimmer ist mit viel Fantasie und Geschmack unterschiedlich eingerichtet worden und das Ganze strahlt etwas wohltuendes, originelles aus. Zur Zeit ist sie daran im Keller ein kleines Grotto für ihre Gäste einzurichten. Ihr mit viel Liebe zube-reitetes, reichhaltiges Frühstück gibt dem bereits positiven Gesamteindruck nochmals eine besondere Note.

  1. Der Aufstieg zum Monte Generoso verläuft zuerst auf schmalen Wegen, vielfach durch Wald aber auch vorbei an einsamen Gehöften. Je höher man kommt, desto breiter werden die Wege und der Einfluss der Bahntouristen wird sichtbar. Die Schmalspur-Zahnradbahn selbst wurde bereits 1890 eröffnet und hat eine lebhafte Geschichte hinter sich. 1941 hat Gottlieb Duttweiler die Bahn übernommen, und seither ist sie in den Händen der Migros. Erst 1982 wurde die Bahn elektrifiziert. Seit 1996 thront auf dem Gipfel eine moderne Sternwarte und steht auch Hobbyastronomen offen.
  2. Ja und jetzt muss Hansjörg gestehen, dass er beim Abstieg vom Monte Generosa, bös geschnitzert hat. Anstatt sich auf der Karte zuerst einen Gesamtüberblick zu verschaffen, ist er ein-fach einer Route des GPS gefolgt. Diese Route war aber ein vorbereiteter Alternativvorschlag für den Gipfelaufstieg von Osten. Erst als bereits schon ein paar Höhenmeter vernichtet wurden, bemerkt er den Irrtum. Um nicht wieder den müh-samen Aufstieg zu nehmen, beschliesst er, einen selten be-gangenen Nebenweg auf italienischer Seite zu wählen, in der Hoffnung, dass dieser irgendwann zu unserer geplanten Route stösst. Doch es bleibt bei der Hoffnung und so haben wir keine andere Wahl, als auf unwegsamem, steilem Gelände zum Originalweg aufzusteigen. Dadurch haben wir etliche Zeit und Kraft verloren. Ein grosses "Entschuldigung" an alle Teilnehmer.
  3. Der weitere Weg nach Arogno ist recht wild, steil und zum Teil ausgesetzt. Wenn man den richtigen Zeitpunkt erwischt, kann man hier aber wild wachsende Pfingstrosen sehen.
  4. Recht erstaunt sind wir, wie gross Arogno ist. Liegt es doch abseits vom Verkehr auf einem Hochplateau, zwischen der italienischen Grenze und der ebenfalls italienischen Enklave Campione d'italia.

Mit viel Liebe wird uns ein reichhaltiges Frückstück im äusserst gemütlichen Raum von B&B Viviani Chinotti aufgetischt.

Nach zuerst wilden Wegen, geht es jetzt die letzten Meter sanft zum Gipfel.

Und nochmals ein Gipfelfoto, dass es alle auch glauben.

Ja, der Abstieg nach Arogno hat es ziemlich in sich.

Während Muggio noch im Schatten liegt, sonnt sich der Monte Generoso bereits in seiner ganzen Pracht.

Ziel erreicht. Wir stehen auf dem Monte Generoso.

So sieht der Monte Generoso beim Abstieg aus. Nur zu gerne hätten wir, die sonst hier wild wachsenden Pfingstrosen gesehen.

Wieder einen Schritt weiter. Wir sind in Arogno angekommen.