48. Fuss Etappe: Pian San Giacomo - Isola

Streckenlänge: 15 km
Reine Marschzeit: 6 h 40 min
Höhenunterschiede: +1'103 m - 1'110 m
Bewertung: T3
Teilnehmer: Rösli und Ernst Hofer, Emilia und Hansjörg Giger
Routenverlauf:
Pian San Giacomo (1'160 m) - Bosch de Brusel (1'560 - 1'820 m) - Alp de Balnisc (2'065 m) - Grenze CH/It./Serraglia (2'280 m) - Passo di Balniscio (2'353 m) - Lagetto del Mot (2'345 m) -Lago Grande (1'303 m) - Borghetto (1'897 m) - Ca Raseri (1'488 m) - Isola (1'250 m)



Ueber den Balnisciopass zum Highlight in Isola
  1. Recht stutzig und wild geht es nach Pian San Giacomo gleich zur Sache. Einerseits sind es im Wald umgestürzte Bäume, dann wieder komplett verwachsene offene Partien die den Weg recht erlebnisreich machen. Ziemlich schnell gewinnen wir aber an Höhe und kommen auf ein Hochplateau, das schöner nicht sein könnte. Doch auch hier gilt es zwei Hindernisse zu überwinden. Der Weg quert zweimal den Bach Ri de Seda. Wir finden aber weder einen Steg noch eine Engstelle. So bleibt uns nichts anderes übrig, als die Schuhe auszuziehen und barfuss durchs kalte Wasser waten.
  1. Nach Ueberschreiten des Passes, ändert sich die Topographie komplett. War der Aufstieg doch ungebändigt und steil, geht es jetzt eher sanft bergab Richtung Isola. Die zwei kleinen Seelein Laghetto del Mot und Lago Grande unterhalb des Passes ver-schönern zusätzlich das Landschaftsbild.
  2. Ein Erlebnis der ganz besonderen Art, ist aber die Ueber-nachtung in Isola. Schon bei der Planung gab es von Insidern der Via Spluga, den Typ: "Geht unbedingt in die Locanda Cardinello." Bei der Reservation meldet uns der Wirt, dass er eigentlich alles voll habe. Aber er finde schon etwas für uns. In Isola angekommen erfahren wir, dass eine Wohnung mit 8 Schlafplätzen für uns reserviert sei. " Die Uebernachtung bei mir kostet 60 Euro, aber darin enthalten ist alles Trinken und Essen. Ihr könnt haben soviel ihr wollt. Um 19:00 Uhr kommt ihr zu dem ehemaligen Postgebäude unterhalb des Restaurants. Das Weitere erfahrt ihr dort." Pünktlich öffnen sich die alten Tore und der Wirt Martino Raviscioni empfängt alle seine Gäste mit einem Apéro. Dann erzählt er die Geschichte seiner Vor-fahren, welche vor über 200 Jahren diese Post- und Relais-station gebaut hatten. Hier wurden die Güter für die Via Spluga von den Fuhrwerken auf die Saumtiere umgeladen, die Tiere mit Futter versehen und gleichzeitig diente es als Unterkunft für die Säumer. In der uralten Gaststube wird uns im Anschluss das Essen serviert. Dieses lässt an Originalität und Vielfältigkeit wirklich keine Wünsche offen. Wahrlich, Isola ist eine Reise wert.

Wieder einmal haben wir das Vergnügen, uns mit einem abenteu-erlichen Weg auseinander zu setzen.

Welch traumhaft schöne und friedliche Landschaft, prägt diese Hochebene.


Manchmal gilt es auf unkonventionelle Art einen Bach zu über-queren

Isola. Vor dem Bau der Splügenpassstrasse wurden hier die Güter von den Fuhrwerken auf die Saumtiere umgeladen.

Bereits liegt Pian San Giacomo tief unter uns. Gut erkennbar der künstlich angelegte kleine Stausee neben dem Dorf.

Und erst der Weg, meistens in unmittelbarer Nähe des Ri de Seda.


Nach der Passüberschreitung folgt nun ein sanfter Abstieg zum Lago Grande und weiter nach Isola.

Der Begrüssungsapéro in der Locanda Cardinello. Ein Hoch auf die Wirtsleute.