22. Fuss-Etappe: Macugnaga - Saas Grund

Streckenlänge: 15 km
Reine Marschzeit: 6 h 40 min
Höhenunterschiede: + 1'575 m - 800 m
Bewertung: T4
Teilnehmer: Rösli und Ernst Hofer, Emilia und Hansjörg Giger,
Routenverlauf:
Borca Macugnaga (1'580 m) - mit Auto bis Macugnaga Pecetto
( 1'357 m) - Alpe Bill (1'700 m) - Pt. (2'348 m) - Rifugio Oberto (2'810 m) - Monte Moropass (2'853 m) - Täliboden (2'499 m) -
Distelalp (2'224 m) - rechte Seite Mattmark-Stausee bis Seeflue (2'203 m) - Staumauer (2'200 m) - Mattmark (1'170 m)- Saas Grund (1'559 m)

Eine weitere Knacknuss.Der legendäre Monte Moro Pass.
  1. Zuerst möchten wir an dieser Stelle dem Wirtepaar vom Hotel Alpi in Borca einen ganz herzlichen Dank aussprechen. Das, was ihr alles für uns getan habt ist nicht selbstverständlich. Es war schön bei euch.
  1. Man kann es sich heute fast nicht mehr vorstellen, aber über den Monte Moro- und den Theodulpass begann der Exodus der Walser in den Süden. Mit Hab und Gut haben ganze Familien die sehr mühsame Reise über die Pässe auf sich genommen, um sich in den Südtälern des Monte Rosa's anzusiedeln. Aber bekanntlich ist das Klima zu jener Zeit milder gewesen und die Pässe nicht vergletschert .
  2. Der Aufstieg zum Pass ist auf der italienischen Seite viel steiler, dafür auch effizienter. Viel schneller als erwartet kommen wir in die Schneeregionen. Dann aber wollen die letzten Höhenmeter bis zur Madonnenstatue nicht enden.
  3. Wir befinden uns ab jetzt wieder auf der Schweizerseite. Allerdings nicht allzu lange.
  4. Irgendwie bleiben uns Menschen Tragödien und negative Ereignisse viel länger in Erinnerung als Positives. Beim Marsch, entlang des Mattmark-Stausees, kommt unser Gespräch unwillkürlich auf die tragischen Ereignisse während dem Bau der Staumauer. Am 30. August 1965 löste sich die Zunge des Allalingletschers und stürzte direkt auf das Barackendorf der Baustelle. 88 Arbeiter fanden damals den Tod.
So präsentiert sich Magganaa oder heute Macugnaga von dem ersten Aussichtspunkt.

Wir nähern uns dem Monte Moropass und die Schneepassagen nehmen zu.

Doch jetzt stehen wir am Sockel der Madonnenstatue. Irgendwie hat uns die Statue im früheren schwarzen Kleid besser gefallen.


Nicht ganz ohne Stolz blicken wir nochmals zurück. Von unten sieht ja das Ganze sehr mühelos aus.

Und so sieht der Aussichtspunkt aus. Im Hintergrund der Monte Rosa. Im Vordergrund sind jedoch nur vorübergehende Objekte .


Aber noch sind wir nicht ganz oben. Der letzte Teil geht über gut griffige Felsblöcke.

Und dann geht es runter zum Mattmark-Stausee. Zuerst geht es noch über etliche Schneefelder.

Dann beginnt ein monotoner Marsch entlang des Mattmark-Stausee's und wir erinnern uns an die Tragödie die es beim Bau der Staumauer gegeben hat.


Intermezzo: Ausflug auf den Cornergrat

Das Matterhorn von seiner Schokoladenseite.

Vor solch einem Hintergrund posiert man natürlich gern.